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Frieden und Abrüstung

Aktivitäten der AG Frieden und Abrüstung

Vielfältig und phantasievoll waren die Aktivitäten der AG Frieden und Abrüstung, die im Mai 1983 gegründet wurde.

Mit Jochen Franke, der als ständiger Motor der Initiative tätig war, kam es 1985, 86, 87 und 88 zu "Friedenswochen" in Lorsch. Dabei gelang es, die Kirchen und andere Organisationen wie amnesty international oder die IPPNW (Ärzte zur Verhinderung eines Atomkriegs) einzubeziehen. Mit Dialogforen, Ausstellungen, Vorträgen, Konzerten und Friedensfesten wurde die Forderung nach Abrüstung einerbrei-ten Öffentlichkeit verständlich gemacht. Besondere Höhepunkte waren dabei die Auftritte von Erhard Eppler (1985) und Karsten Voigt (1988), das Hannes-Wader-Konzert (1988) und die Staeck-Ausstellung. Diese Ausstellung mit Werken des "linken" Politkünstlers (siehe Postkarte) konnte in Lorsch nur per Gerichtsbeschluss durchgesetzt werden.

Nach dem Bekannt werden des Störfalls in Biblis vom Dezember 1987 (auf dem Umweg über die US-Medien ein Jahr später) intensivierte sich der Widerstand auch gegen die "friedliche" Nutzung der Atomenergie, der nach dem Störfall von Tschernobyl 1986 auch in Lorsch öffentlich geworden war. An der Gründung der "Elterninitiative gegen Atomkraft Lorsch" waren auch Mitglieder der SPD beteiligt, ebenso bei der zentralen Ostermarsch-Kundgebung 1989 in Biblis.

In engem Zusammenhang dazu stand die Forderung nach Einstellung aller Tiefflüge. Die häufigen Tief- und Tiefstflüge (vor allem bei schönem Wetter) erschreckten nicht nur Kleinkinder und alte Menschen massiv. Sie wurden von vielen Bürgerinnen und Bürgern als Bedrohung gesehen. So stieß die bundesweite Aktion gegen Tiefflieger hier im Kreis Bergstraße auf große Resonanz. Im Spätsommer 1989 wurden mehr als 100 Ballons gefüllt. Mit 1m Durchmesser und in ca. 100 Metern Höhe markierten sie einen friedlichen, orangefarbenen Protest.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Kampf um den Viernheimer Panzerwald, der zu diesem Zeitpunkt von den US-Truppen noch militärisch genutzt wurde. Abgesehen von der Zerstörung der Waldgebiete gefährdeten diese Übungen auch das Trinkwasser. Die Ostermärsche 1988,90, 92 und 93 hatten zum Ziel, diese militärische Nutzung zu beenden. Mit Sä- und Pflanzaktionen versuchte man, lebendige Zeichen gegen die Zerstörung zu setzen.

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